Auf dieser im Hybridformat stattfindenden Veranstaltung von WHO/Europa werden sich nationale Behörden, internationale Partnerorganisationen und führende Experten aus verschiedenen Bereichen gemeinsam bemühen, eine schnellere Eliminierung industriell hergestellter Transfettsäuren (TFS) aus der Lebensmittelversorgung in Georgien herbeizuführen.
Industriell hergestellte Transfette sind eine unnötige und potenziell schädliche Chemikalie, die häufig in Backwaren und frittierten Lebensmitteln zu finden ist. Sie werden mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Herzkrankheit und andere nichtübertragbare Krankheiten in Verbindung gebracht, die jedes Jahr weltweit für hunderttausende Todesfälle verantwortlich sind. Die Eliminierung von Transfetten aus der Ernährung ist eine der einfachsten und kosteneffektivsten Wege zur Verringerung der Zahl der vorzeitigen Todesfälle aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten.
Verzicht auf Transfette: Entstehung einer Dynamik in Georgien
Die Europäische Region der WHO kann erhebliche Fortschritte bei der Reduzierung von Transfetten vorweisen, aber es gibt noch Lücken, und Georgien ist entschlossen, sie zu schließen.
Dieser Politikdialog, der vom WHO-Länderbüro in Georgien, der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung bei WHO/Europa und dem georgischen Ministerium für Vertriebene aus den besetzten Gebieten, Arbeit, Gesundheit und Soziales organisiert wird, zielt darauf ab, die landesweite Politikarchitektur im Bereich TFS zu stärken.
Die Veranstaltung findet in georgischer und englischer Sprache mit Simultanverdolmetschung statt.
Die wichtigsten Ziele des Politikdialogs sind:
- Austausch von Erkenntnissen von der regionsweiten und globalen Ebene über die gesundheitliche Belastung durch TFS sowie bewährte Handlungsoptionen;
- Überprüfung der Fortschritte Georgiens anhand der bestehenden Rechtsvorschriften und Umsetzungsmaßnahmen;
- Erörterung von Herausforderungen, Defiziten und Möglichkeiten zur Förderung des Ausstiegs aus der Verwendung von TFS, einschließlich Schritten zur Validierung durch die WHO; und
- Verbesserung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen staatlichen Einrichtungen, Lebensmittelaufsichtsbehörden, Hochschulen und internationalen Partnerorganisationen in der gesamten Europäischen Region.
Zu den Teilnehmern gehören Vertreter von WHO/Europa, des georgischen Gesundheitsministeriums, des Ausschusses für Gesundheit und Soziales des georgischen Parlaments, des Nationalen Zentrums für Krankheitsbekämpfung und öffentliche Gesundheit (NCDC), des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, des Finanzministeriums, des Ministeriums für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung, der Lebensmittelbehörde, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Jugend, der georgischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, der NCD Alliance sowie von Ärzteverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Nebenveranstaltung: Umsetzung von Konzepten zur Bekämpfung der Adipositas in Georgien
Im Rahmen des allgemeinen Politikdialogs in Georgien werden WHO/Europa, das Gesundheitsministerium und das NCDC eine themenbezogene Nebenveranstaltung mit dem Titel „Umsetzung von Konzepten zur Bekämpfung der Adipositas in Georgien“anhalten.
Nichtübertragbare Krankheiten sind nach wie vor die häufigste Todesursache in dem Land, da Adipositas eine der Hauptursachen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs ist. Aufbauend auf dem Politikdialog vom November 2024 sowie neuen Erkenntnissen aus der sechsten Runde der Initiative der Europäischen Region der WHO zur Überwachung von Adipositas im Kindesalter (COSI) sollen in dieser Veranstaltung die Schwerpunkte auf die Ermittlung von Prioritäten und die Suche nach Möglichkeiten zu ihrer Umsetzung gelegt werden.
Die Teilnehmer werden:
- die neuesten Erkenntnisse untersuchen;
- sich für 2026 auf zwei bis drei hochwirksame Interventionen unter der Regie des Ministeriums einigen; und
- die fachliche Unterstützung und den Aufbau von Kapazitäten durch die WHO skizzieren, die für eine erfolgreiche Umsetzung erforderlich sind.

